{"id":2853,"date":"2018-10-15T11:54:11","date_gmt":"2018-10-15T09:54:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.emodial.it\/accesso-vascolare-venoso-infezioni\/"},"modified":"2022-04-21T14:11:23","modified_gmt":"2022-04-21T12:11:23","slug":"accesso-vascolare-venoso-infezioni","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.emodial.it\/de\/accesso-vascolare-venoso-infezioni\/","title":{"rendered":"WANN MUSS EIN VEN\u00d6SER GEF\u00c4SSZUGANG BENUTZT WERDEN?"},"content":{"rendered":"<p>Herausgegeben von Dr. Maurizio Alberto Gallieni, au\u00dferordentlicher Professor f\u00fcr Nephrologie an der Universit\u00e4t Mailand.<br \/>\nSeit 2018 Direktor der Komplexen Operativen Einheit f\u00fcr Nephrologie und Dialyse der ASST Fatebenefratelli Sacco in Mailand.<br \/>\nAutor von \u00fcber 200 wissenschaftlichen Publikationen, die in der PubMed-Datenbank der National Library of Medicine indexiert sind.<br \/>\nMitglied mehrerer wissenschaftlicher Gesellschaften, auch mit Koordinationsaufgaben und Redakteur von italienischen und ausl\u00e4ndischen Nephrologie-Zeitschriften.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bevor man \u00fcber die Dialyse spricht, muss man wissen, dass f\u00fcr diese Therapie ein ven\u00f6ser Gef\u00e4\u00dfzugang angelegt werden muss, um die Behandlung durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nWie Prof. Gallieni in diesem Beitrag gut erkl\u00e4rt, ist nicht nur bei der H\u00e4modialyse, sondern auch bei anderen Krankheiten ein ven\u00f6ser Gef\u00e4\u00dfzugang erforderlich, der je nach der zu behandelnden Krankheit unterschiedlich sein kann.<br \/>\nDies sind heikle Bereiche, die wegen der hohen Infektionsgefahr nicht untersch\u00e4tzt werden sollten.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Es gibt eine Reihe von Krankheiten, f\u00fcr deren Behandlung ein peripherer oder zentraler Venenzugang erforderlich ist.<br \/>\nSo zum Beispiel zur Infusion von Antibiotika bei Infektionen, die mit anders verabreichten Antibiotika nicht behandelt werden k\u00f6nnen, die Chemotherapie von Tumoren, f\u00fcr die im Allgemeinen ein zentraler Venenkatheter erforderlich ist, die parenterale Ern\u00e4hrung, zahlreiche Therapien auf der Intensivstation, akute und chronische extrakorporale Reinigungstherapien, wie die H\u00e4modialyse, die in Deutschland derzeit bei etwa 80.000 Patienten durchgef\u00fchrt wird.<br \/>\nBei Patienten, die sich einer H\u00e4modialyse unterziehen, f\u00e4llt die Wahl meist auf den arterioven\u00f6sen Gef\u00e4\u00dfzugang, d. h. einen autologen Shunt oder eine Gef\u00e4\u00dfprothese, die den Vorteil haben, dass Kan\u00fclen eingef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, die am Ende jeder Sitzung entfernt werden.<\/p>\n<p>Bei etwa 17 % der Patienten wird die Dialyse jedoch \u00fcber mit einen zentralen Venenkatheter (ZVK) durchgef\u00fchrt.<br \/>\nVenenzug\u00e4nge sind zwar f\u00fcr die Behandlung vieler Erkrankungen unverzichtbar, die m\u00f6glichen Komplikationen sind jedoch erheblich und potenziell gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Zu den wichtigsten Komplikationen geh\u00f6ren Infektionen und Thrombosen.<\/p>\n<h3>VEN\u00d6SE GEF\u00c4SSZUG\u00c4NGE:<br \/>\nWELCHE SIND DAS UND WIE W\u00c4HLT MAN SIE?<\/h3>\n<p>Es gibt viele Arten von ven\u00f6sen Gef\u00e4\u00dfzug\u00e4ngen.<br \/>\nDie Wahl des Zugangs h\u00e4ngt vom Krankheitsbild ab.<\/p>\n<p>Eine erste wichtige Unterscheidung ist zwischen peripheren und zentralen Gef\u00e4\u00dfzug\u00e4ngen zu treffen.<\/p>\n<p>Venenkan\u00fclen, die f\u00fcr einen peripheren Zugang verwendet werden, k\u00f6nnen lokale Infektionen, so genannte Phlebitis, verursachen, die in einigen F\u00e4llen zu schweren systemischen Infektionen f\u00fchren k\u00f6nnen.<br \/>\nDas Eindringen von Bakterien durch einen zentralen Gef\u00e4\u00dfzugang f\u00fchrt h\u00e4ufig zu einer Bakteri\u00e4mie, die sich zu einer systemischen Infektion oder Septik\u00e4mie ausweiten kann.<br \/>\nZentrale Venenkatheter (ZVKs)\u00a0 haben je nach ihrer Verwendung unterschiedliche Eigenschaften.<br \/>\nIn der Onkologie sind, beispielsweise, au\u00dfer f\u00fcr die Blutentnahme, keine gro\u00dfen Blutstr\u00f6me bei der Ansaugung erforderlich, w\u00e4hrend ein Gef\u00e4\u00dfzugang der die Verabreichung einer Chemotherapie \u00fcber eine zentrale Vene erm\u00f6glicht, sehr wichtig ist, um zu verhindern, dass die Toxizit\u00e4t der Arzneimittel mit der peripheren Venenwand in Kontakt kommt.<br \/>\nVollst\u00e4ndig implantierte Katheter, so genannte PORT-Katheter, werden in der Onkologie und Schmerztherapie h\u00e4ufig verwendet, wenn eine l\u00e4ngere Therapie erforderlich ist, da sie den gro\u00dfen Vorteil haben, Infektionen zu reduzieren.<\/p>\n<p>Bei H\u00e4modialysepatienten ist jedoch ein deutlich h\u00f6herer Blutfluss erforderlich und vollst\u00e4ndig implantierbare Katheter haben sich nicht so gut bew\u00e4hrt.<br \/>\nDie ZVKs f\u00fcr die Dialyse werden perkutan implantiert und haben eine Austrittsstelle (KAST), die entweder in der N\u00e4he des Eintritts des Katheters in die Vene, d. h. an der Einf\u00fchrungsstelle des ZVKs, oder die Austrittsstelle kann weiter von der Einf\u00fchrungsstelle des Zentralvenenkatheters in die Vene entfernt sein, die durch die Schaffung eines subkutanen Weges oder Tunnels vorbereitet wird.<br \/>\nDie N\u00e4he oder fehlende N\u00e4he zur Austrittsstelle (KAST) unterscheidet die zentralen Venenkatheter in nicht getunnelte oder getunnelte ZVKs.<\/p>\n<p>Da getunnelte ZVKs oft \u00fcber Monate oder Jahre verwendet werden, ist es auch \u00fcblich, zwischen \u201epermanenten\u201c und \u201etempor\u00e4ren\u201c ZVKs zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Diese Bezeichnung ist jedoch irref\u00fchrend, da die Dauer des Einsatzes von ZVKs so kurz wie m\u00f6glich sein sollte. Selbst getunnelte ZVKs k\u00f6nnen tempor\u00e4r sein, bis ein arterioven\u00f6ser Zugang (Shunt) angelegt wird, sofern dieser nicht kontraindiziert oder nicht durchf\u00fchrbar ist.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich gibt es auch peripher eingef\u00fchrte zentrale Katheter, die au\u00dferhalb der Dialyse verwendet werden. Es handelt sich um die so genannten PICCs Peripherally Inserted Central Catheters, die e gern mit einer echogesteuerten Methode eingef\u00fchrt werden werden.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Art des Zugangs m\u00fcssen alle peripheren oder zentralen perkutanen ven\u00f6sen Gef\u00e4\u00dfzug\u00e4nge verbunden werden, um den Zugang vor lokalen oder systemischen Infektionen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herausgegeben von Dr. Maurizio Alberto Gallieni, au\u00dferordentlicher Professor f\u00fcr Nephrologie an der Universit\u00e4t Mailand. 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